Gin
Je nach Gin-Art können Sie Ihren Drink auch mit Gurke, Minze, Zitrone, Kumquats oder ähnlichen Zutaten verfeinern.
Kaufen Sie reinen Alkohol in der Apotheke mit 96 % Vol. oder stärkeren Vodka mit über 45 % Vol in Online-Shop. Nun gibt man seine Gewürze wie Wacholderbeeren und gesammelten Kräuter hinzu und lässt die Flüssigkeit 36 Stunden ziehen. Anschliessend absieben und der Gin ist fertig. Sie können auch Fenchelsamen, Lavendel, Rosmarin, Zitronen Zeste oder Koriandersamen hinzugeben.
Der Gin verfärbt sich leicht, was jedoch normal ist. Denn um diesen ganz hell zu bekommen, müsste man diesen nun mehrfach filtern, was jedoch nicht notwendig ist. Neben den Wacholderbeeren spielen die Koriandersamen eine wichtige Rolle.
Weitere Gewürze wie Kardamom, Zimtkassie oder Kubebenpfeffer reichern das Destillat an. Darüber hinaus sollte man Angelika Wurzel, Iriswurzel und Ingwer nicht vergessen. Ebenso gern gesehen sind Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen. Ihre Schalen steuern dem Genever eine fruchtige Komponente bei.
Bittere Noten werden oft durch Lakritze erzielt, und beim Sloe Gin führt natürlich kein Weg an Schlehen vorbei. Immer mehr Hersteller lassen ihrer Fantasie freien Lauf und entscheiden sich für exotische Zutaten beim Genever Brennen.
Gin auf ein paar Eiswürfel in ein Longdrink Glas geben, und nach Geschmack mit kaltem Cola auffüllen. Zum Schluss mit einer Zitronenscheibe garnieren. Für alle denen der Rum ausgegangen ist oder jene die generell Gin bevorzugen, ist dieser Longdrink eine Alternative zum berühmten Cuba Libre.
Fakten zu Playmouth Gin in Kürze - Darf nur in Plymouth, England hergestellt werden - Einzige Destillerie, die heute noch Plymouth Gin nach dem ursprünglichen Rezept herstellt, ist die "Black Friars Destillerie" - Mittelstarkes Wacholderaroma gepaart mit vielen erdigen/würzigen Aromen
Das bekannteste Mixgetränk mit Gin ist ohne Zweifel der Gin Tonic, eine Mischung aus Gin und Tonic Water, die je nach der Sorte des Gins und des Tonic Waters zu einem echten Edelgetränk avancieren. Für ein harmonisches Gesamtgeschmacksbild und einen Bezug zu den hiesigen Landen probieren Sie doch einmal eine Kombination aus Monkey 47 Gin, einer deutschen Spirituose aus dem Schwarzwald, und Thomas Henry Tonic Water aus Berlin.
Ein Gin Tonic mischt sich je nach Vorliebe im Mischverhältnis von 1:1 bis 1:3, wobei beide Zutaten mit erfrischenden Eiswürfeln nacheinander in ein passendes Glas gegeben werden und danach nur behutsam umgerührt wird.
Wer mag, dekoriert sein Getränk mit einer Limetten- oder Zitronenzeste. Auch die Verbindung mit einer erfrischenden Gurkenscheibe macht sich sowohl mit den typischen Aromen des Gins wie des Tonic Waters äußerst gut und wird auch in den heißesten Sommernächten Erfrischung garantieren.
Fakten zum Distilled Gin in Kürze - Mindestens 2-fach destilliert - Starke Wacholder-Note - Mindestalkoholgehalt von 37,5% vol.
Neben den verschiedenen Geschmacksnoten lassen sich Gins auch aufgrund ihrer Herstellung, Herkunft oder Zusammensetzung in Sorten einteilen. Oft hat man einen Dry Gin oder einen London Dry Gin in der Hand, aber weiss eigentlich gar nicht, wo genau da der Unterschied besteht. Diese Unklarheit möchte ich ein wenig auflösen und erkläre euch daher nachfolgt alle Gin-Sorten und gehe auf die einzelnen Besonderheiten im Detail ein.
Alle Sorten lassen sich dabei zunächst in zwei Gruppen einteilen: Offizielle Sorten: Die Herstellung ist gesetzlich durch Vorgaben geregelt. Nur wer diese erfüllt, darf seinen Gin entsprechend benennen. Eine Besonderheit dabei sind Gins mit einem geographischen Hintergrund. Hier ist nicht die Herstellung, sondern die Herkunft durch Vorschriften geregelt. Inoffizielle Sorten: Inoffizieller Gin Sorten unterliegen keinerlei Vorgaben und lassen viel Raum für Experimente und und gewöhnliche Kreationen.
Offiziele Sorten
Dry Gin
Der Dry Gin ist neben London Dry Gin die beliebteste Gin-Sorte weltweit. Dry Gin besitzt besitzt eine sehr stark betonte Wacholder-Note. Wie das „Dry“ im Namen verrät, handelt es sich um einen trockenen Gin. Anders als bei London Dry Gin dürfen dem normalen Dry Gin auch nicht pflanzliche Stoffe und Aromen beigemischt werden. Sehr beliebte Botanicals für Dry Gins sind unter anderem Bestandteile von Zitrusfrüchte wie Zitrone oder Orange.
London Dry Gin
Der London Dry Gin ist der Klassiker unter den Gins. Dabei hat der Name nichts mit dem Herstellungsort zutun, sondern ist historisch bedingt. Anders als beim Dry Gin ist die Beigabe von künstlichen Aromen strengsten untersagt. Obwohl Zucker eigentlich auch ein natürlicher Stoff ist, so ist die Beigabe hier auch gesetzlich begrenzt. Maximal 0,5g pro Liter dürfen beigemischt werden. Wie auch der Dry Gin verfügt auch der London Dry Gin über eine ausgeprägte Wacholdernote. Verfeinert wird diese Note häufig mit würzigen Aromen wie Kardamom, Ingwer oder Koriander.
Distilled Gin
Ein Distilled Gin muss mindestens 2-fach destilliert werden. Dies unterscheidet einen hochwertigen Gin von einem normalen Gin. Da „distilled“ übersetzt nur „destilliert“ bedeutet, könnte schnell der Eindruck entstehen, dass normale Gins nicht destilliert sind. Das ist natürlich ein Trugschluss, da jeder Gin destilliert wurde, aber eben nur einmal. Wichtig ist zudem, dass der Gin nach der zweiten Destillation nicht mehr aromatisch verändert werden darf.
Sloe Gin
Eigentlich ist Sloe Gin kein richtiger Gin, sondern eher ein Likör. Jedoch gehört er aufgrund seiner Zusammensetzung zur gleichen Familie. Sloe Gin besitzt nur rund 30 % Alkoholgehalt und entspricht damit nicht ganz der Norm von 45-49 % eines Gins. Geschmacklich und auch farblich kommt hier vor allem die Schlehe (engl. Sloe) zur Geltung, Sloe Gin präsentiert sich in leichtem rot / lila. Das Aroma des Gins ist eher fruchtig und süsslich, deshalb eignet sich der Gin vor allem für Cocktails, aber lässt sich auch pur gut geniessen.
Plymouth Gin
Plymouth Gin stammt, wie der Name es schon verrät, aus der englischen Hafenstadt Plymouth. Dabei handelt es sich um eine geschützte Namensbezeichnung, was bedeutet, dass Gin der sich so nennen möchte, auch wirklich in Plymouth hergestellt werden muss. Einzig und allein die Black Friars Destillerie stellt heute noch Plymouth nach dem ursprünglichen Original-Rezept her. Plymouth Gin ist geschmacklich dem normalen Dry Gin gegenüber eher etwas vollmundiger und besitzt viele erdige Aromen. Zudem ist das Wacholder-Aroma weniger stark ausgeprägt.
Inoffizielle Sorten
New Western Dry Gin
New Western Dry Gin orientiert sich zwar in der Herstellung beim klassischen Gin, weicht aber geschmacklich häufig deutlich davon ab. Hersteller können hier völlig neue Variationen ausprobieren, da diese Art von Gin keinen Restriktionen bzgl. Beigaben und Botanicals unterliegt. Der Wacholder ist hier zwar auch als Basisnote vorhanden, aber rückt durch dominantere Botanicals oft schnell in den Hintergrund. New Western Dry Gin lässt sich oft sehr gut pur trinken, eignet sich aber auch hervorragend für Cocktails.
Old Tom Gin
Der Old Tom Gin ist der Vorgänger des Gins, so wie ihn die meisten heute kennen. Seinen Ursprung hat der Old Tom Gin in den Anfängen der Gin-Herstellung, als Gin aufgrund seines Aromas und des starken Alkohols noch praktisch ungeniessbar war. Um dieses Problem zu lösen, wurde der Gin mit Zucker versetzt. Vor allem in der Londoner Barszene ist der Old Tom Gin immer noch ein sehr beliebter Gin, welcher sich hervorragend für die Cocktail-Herstellung eignet.
Genever
Genever ist dem klassischen Gin sehr ähnlich und wird heute hauptsächlich in den Niederlanden und Belgien getrunken. Der grösste Unterschied zwischen Gin und Genever besteht in der Herstellung. Als Basis dient bei Genever sogenannter „Malt Wine“, eine Maische aus Getreide. Diese Maische wird nach einer langen Lagerung mit einem Destillat vermengt, also im Prinzip wird der Maische eine Art Gin beigefügt. Gin hingegen wird aus Ethylalkohol gewonnen, welchen aus landwirtschaftlichen Produkten wie Weizen oder Kartoffeln stammt. In einigen Fällen aber auch Weintrauben und Äpfel.
Reserve Gin / Barrel aged Gin
Die Basis für einen Reserve Gin ist ein klassischer Dry Gin oder London Dry Gin. Dieser wird nach der Herstellung in Holzfässern gelagert, die zuvor für die Herstellung anderer Spirituosen wie beispielsweise Brandy oder Whisky genutzt wurden. Durch die Lagerung in den Fässern nimmt der Gin die Aromen des Fasses an und verfärbt sich meist gold-gelb bis braun. Daher auch der Spitzname „Yellow Gin“.
Cream Gin
Den Namen verdankt der Cream Gin seinen ungewöhnlichen Zutaten, nämlich Zucker & Sahne. Die Basis bildet dabei ein klassischer London Dry Gin, dem beide Zutaten während der Destillation beigegeben werden. Der Cream Gin wird derzeit ausschliesslich von „Masters of Malt“ hergestellt.
Compound Gin
Der Compound Gin ist sicherlich die Sorte, für die es am wenigstens Geschick bei der Herstellung benötigt. Die Botanicals werden dem Neutralalkohol nicht während des Brennvorgangs beigegeben, sondern lediglich im Alkohol eingelegt. Ein solcher Gin lässt sich z.B. mit einem Gin Set sehr einfach selbst herstellen. Durch den direkten Kontakt mit den Botanicals verfärbt sich der Gin meist gelblich.
Das Thema "Bester Gin" ist selbstverständlich Geschmackssache. Einige Gin-Fans bevorzugen eine dominante Wacholdernote, während andere den Gin gerade wegen ausgefallenenAromen wie Lakritz, Gurke oder Rosmarin schätzen.
Einig dürften sich aber alle darüber sein, dass es schon ein destillierter Gin (mit den Unterarten London Gin oder London Dry Gin) sein sollte. Bei dieser hochwertigen Variante werden die geschmacksprägenden Botanicals vor oder während des Destillationsprozesses zugesetzt und können auf diese Weise ihr Aroma besonders entfalten.
Bei minderwertigerem Gin werden die Geschmacksstoffe einfach nur dem Alkohol beigemischt. Ungefähr so, als würfe man eine Handvoll Wacholderbeeren in ein Glas Schnaps.
Am besten schmeckt Gin bei einer leicht gekühlten Temperatur von 13 bis 15 Grad. Wenn es Ihnen möglich ist, stellen Sie das Glas, indem der Gin serviert werden soll, vor dem Einschenken im Kühlschrank. Legen Sie anschliessend ein paar Eiswürfel hinein und füllen Sie den Gin darüber. Daraufhin sollten Sie den Drink direkt genießen. Warten Sie nicht zulange, sonst verwässert die kostbare Spirituose.
Einen guten Gin kann man sowohl pur als auch gemixt trinken. Die allermeisten mögend die Spirituose im Tonic Water. Auch lässt sich der Alkohol ganz gut mit Ginger Beer auffüllen. Zudem sind verschiedene Cocktail Variationen empfehlenswert für Sie, wenn Ihnen der pure Gin zu stark ist - so zum Beispiel ein Martini oder ein Gin Fizz.
Gin ist tatsächlich „gesund“! Wie den meisten von Euch bekannt ist, wird Gin nämlich aus verschiedenen natürlichen Kräutern und Früchten hergestellt und kann daher so einiges bewirken.
Gin hat im Vergleich zu anderen alkoholischen Getränken relativ wenig Kalorien. 1cl Gin enthält gerade mal 23 Kalorien.
Ausserdem soll Gin zusätzlich eine jugendliche Haut bescheren. Wie bereits erwähnt ist Gin reich an Anti-Oxidantien, die freie Radikale neutralisieren, welche wiederum für eine schnelle Hautalterung verantwortlich sind.
Was nützt der beste Premium-Gin, wenn man ihn mit einem minderwertigen Tonic Water verwässert? Der Grossteil eines Gin Tonics besteht aus Tonic Water, daher ist es angebracht hier nicht zu sparen, denn das ist mindestens genau so wichtig, wie ein guter Gin! Günstige Tonic Water aus dem Detailhandel-Discount schmecken häufig zu sehr nach Limonade, es fehlt die Bitternote oder sie sind einfach zu süss. Doch das muss nicht sein, denn es haben sich in den letzten Jahren hervorragende Tonics, auch in der Schweiz durchgesetzt, die man mittlerweile auch im Detailhandel bekommt.
Fakten zu Sloe Gin in Kürze - Geschmacklich weniger ein klassischer Gin, mehr ein süss-fruchtiger Likör - Wichtigste Zutat sind hier Schlehen (engl. Sloe - Früchte des Schlehdorns) - Gut geeignet für den puren Genuss, Cocktails und Gin Tonic
Fakten zum London Dry Gin in Kürze: - Starke Wacholder-Note - Beigabe von künstlichen Zusätzen/Aromen strengstens untersagt - Beigabe von Zucker auf 0,5g pro Liter beschränkt
Die beste Gin Marke oder Gin Sorte der Welt gibt es nicht. Zwar gibt es mehrere Wettbewerbe im Jahr, bei denen jedoch fast immer ein anderer Gin gewinnt. Bei der IWSC 2018 in London wurde der GINSTR Gin aus Stuttgart zum besten Gin der Welt ausgezeichnet.
Hier hatten mehr als 600 Gin Hersteller aus 90 Ländern Ihre Destillate eingereicht. Im Jahr 2011 wurde der Monkey 47 Gin als bester Gin der Welt ausgezeichnet. 2017 war es der Bathtub Gin – Navy Strength und 2016 der Hernö Export Strength Gin.
2015 der Hernö Juniper Cask Gin und 2014 war der weltbeste Gin der Bourbon Barreled Big Gin. Aber auch hier wird wieder in Weltbester Dry Gin unterteilt und weitere Kategorien. Es ist jedoch auch nicht wichtig, welche Gin Marke die Beste der Welt ist. Sondern welcher Gin über eine sehr gute Qualität zu einem vernünftigen Preis verfügt und Ihnen gut schmeckt. Nur der Geschmack zählt. Danach folgen der Preis, der Markenname und das Ansehen des Produkts.
Absolute Gin Highlights im Super Premium Gin Bereich sind: Amuerte Coca Leaf Gin, Beefeater Crown Jewel, Beefeater Burroughs Reserve Gin, Brooklyn Gin, Tanqueray Old Tom Gin und Gin Mare.
Der Gin Tonic und die Tatsache, dass es noch so viele weitere Mixgetränke gibt, die auf Genever oder Gin Sorten basieren. Man kann u.a. Cocktails und Longdrinks wie Martini, Singapur Sling, Big Ben, Tom Collins und White Lady damit mixen. Ein Blick auf die Zutaten und Herstellung macht deutlich, ob der Gin trocken, süss, herb, blumig, würzig und andersartig ist. Gin ist vor allem mit Bitter Lemon einfach zu trinken und die herbe Note schmeckt zahlreichen Trinkern.